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Gedanken eines BLOGBUSTERS.


Graz beim Einnachten.

Graz nachtet gleich ein. Ungefähr 15 Dolen sitzen am Hausdach, der den Innenhof abgrenzt, von dem aus ich in die Welt schaue. In Graz wird es schneller dunkel als in Saalfelden, ungefähr eine Stunde früher. Überhaupt ist es in Saalfelden heller. Als wir in Graz einfuhren hing der Himmel wie Blei über der Stadt, das Becken lässt dann keinen mehr raus, so kommt es mir vor. Aber wie gesagt, im Kopf bin ich jetzt noch in Saalfelden und Leogang. Der Einfachheit halber werde ich meine Gedanken nun auf den Namen Saalfelden reduzieren, meine aber beide Orte, sowie die Gender-Regelung in meinem Text nicht berücksichtige. Wenn ich den Saalfeldner meine, meine ich natürlich auch die Saalfeldnerin.

Eine Selbstkritik des eigenen Projekts ist immer schwierig, da es einem subjektiv natürlich gefällt, was man gemacht hat, also überlasse ich eine dementsprechende Beurteilung den Usern von Blogbuster. Ein Gedanke vielleicht zu den Antworten: Also, fast jeder Blog wurde kommentiert, viele der Antworten waren durchdacht und auch sprachlich sehr gut artikuliert, so kann man von einer gewissen Ernsthaftigkeit des Unterfangens sprechen, ohne jedoch auf Unterhaltung zu verzichten. Auf alle Fälle vielen Dank für die Antworten, das hat viel Leben in den Blog reingebracht.

Wie gesagt, ich bin noch nicht ganz in Graz angekommen. Das hängt damit zusammen, dass es mir die zwei Wochen bei Euch gut gefallen hat. Immerhin durfte ich eine inneralpine Stadt kennen lernen, also so richtig kennen lernen und Menschen, die in ihr tagtäglich leben, was mich nun auf das Thema bringt: Wie sehe ich Saalfelden?
Im Grunde muss man nur meinen Blog lesen, dann wird man mitbekommen haben, dass ich der Stadt als Ganzes positiv gegenüber stehe. Das was ich in Saalfelden von Anfang an spürte ist, dass es eine Stadt ist, wo gearbeitet wird. Saalfelden ist weder von der Flüchtigkeit beseelt, die eine Touristen-Stadt inne hat, noch hat es den Scharm einer K. und K-Stadt, die sich eher durch den Blick in die Vergangenheit zeigt. Nein, Saalfelden hat etwas Ungeschminktes und das ist gut so. In so einer Stadt kann man leben, mit allen Vor- und Nachteilen. Hier spreche ich von Urbanität. Der Vorteil solch einer Stadt ist, sie befreit und lässt eine gewisse Anonymität zu, sofern man das will. Der Nachteil ist, dass von verkehrstechnischen Erschwernissen bis zu unglücklich angesiedelten Hochhäuserkomplexen auch eine Stadt wie Saalfelden mit urbanen Problemen zu kämpfen hat, die es in jeder Stadt gibt. So weit so gut.

Brenzlig wird es bei Projekten im urbanen Raum, die Veränderungen mit sich bringen. Meistens kommen solche Forderungen von jungen Menschen. Die picken wo etwas auf und möchten das in dem Ort wo sie leben, realisiert sehen. Der Skatepark ist sicher nur ein Beispiel, aber über das bin ich halt gestolpert. So ein Skateplatz kostet nicht viel Geld, würde aber gar nicht so wenig jungen Menschen nachhaltig Freude bereiten. Hier müsste sich Saalfelden als Stadt begreifen und den Platz dazu schaffen und sich nicht auf die begrenzten Möglichkeiten eines Dorfs berufen, wo es ganz einfach gewisse Sachen nicht gibt, weil es die im Dorf halt noch nie gegeben hat. Das finde ich etwas feige. Eine Stadt wie Saalfelden darf keine Angst haben. “S“aal“F“elden könnte auch für “S“innvolle “F“reizeitgestaltung stehen. SF!

Andererseits verstehe ich Jugendliche ebenso nicht so ganz, die sich zwar beschweren, dass zu wenig für sie gemacht wird (es gibt kein Kino, Unterhaltungskultur, etc.), diverse Angebote aber nicht nützen. Im Action Thriller Righteaus Kill (Kurzer Prozess, 2008) u.a. mit Robert de Niro, Al Pacino und dem Hip-Hopper 50 Cent, der im Nexus gezeigt wurde, sah ich zum Beispiel fast keinen Jugendlichen. Nicht gerade ermunternd für Veranstalter und schon gar nicht für Kinobetreiber im größeren Stile, die ja dann vom täglichen Publikumszufluss abhängig sind. Durch Ignoranz diverser Veranstaltungen spielt man denen in die Hände, die nichts für einen tun wollen. Abgesehen davon: Junge Menschen müssen sich organisieren, etwas selber auf die Beine stellen, das ist jetzt in Graz und in Linz nichts anderes und auch in Wien wird oft selber Hand angelegt – man muss halt machen, und nicht warten, dass etwas passiert. Schwierigkeiten gibt’s überall.
Was machen, das tun im Grunde eh sehr viele Saalfeldner. Ich habe erstaunlich viele Menschen kennen gelernt, die Initiativen oder Vereinen betreiben, bzw. denen die Weiterbildung am Herzen liegt. Die müssen am Ball bleiben, da gibt es kein Aufgeben, die halten das Herz der Stadt am Pochen!

So ähnlich wie die Stadt, sehe ich auch den Saalfeldner. Er ist ein gerader Kerl, wenn Ihr mir diese Formulierung erlaubt, ich glaube der kommt so ganz gut durchs Leben und stellt auch in der restlichen Welt seinen Mann. Ich glaube, er hat auch eine gewisse Neugier, lässt Veränderungen zu und will sie auch haben.

Trotzdem ist der Saalfeldner in gewissen Punkten zurückhaltend, dann wenn es um den persönlichen Kontakt mit Fremden geht. Ich mache gerne den Test, wenn ich wo neu bin, dass ich den Heimweg zu Fuß antrete und autostoppe. In Saalfelden war ich in einem Apartment am Bachwinkel zu Gast und beim Stoppen in dieser Straße haben mich ausnahmslos nette Menschen mit auswärtigen Verkehrsschildern mitgenommen. Keine Saalfeldner waren dabei.
Auch sind die Gewinner von meinem Blog-Gewinnspiel nie aufgetaucht. Ich will jetzt nicht, dass ich hier falsch verstanden werde. Ich komme gut zu Fuß nach Hause und muss auch keine neuen Leute kennen lernen und bin auch nicht in meinem Stolz gekränkt. Wie gesagt, ich schätze den Saalfeldner sehr, trotzdem bin ich mir nicht sicher, wie ich bei Euch aufgenommen werde, wenn ich ganz einfach ein Fremder wäre, der in Saalfelden einem scheißnormalen Job nachgehen müsste. Natürlich, ich kann mich jetzt irren und ich habe die Wahrheit nicht gepachtet, aber hängt die Gettoisierung von Ausländern in gewissen Siedlungen nicht auch mit dem Saalfender zusammen, der dem Neuen gegenüber nicht mehr so ganz aufgeschlossen ist, wenn dies für spürbare Bewegung sorgt? Sprich: Siedlungen müssen gebaut werden, andere Sprachen sind zu hören, etc. Wie gehe ich auf den Fremden zu? Natürlich auch, wie geht der Fremde auf mich zu, auch diese Frage muss gestattet sein … Das ist ein wesentliches Thema für und in Europa. Wenn das nicht im Mikrokosmos gelöst werden kann, gibt es keine Lösung.

Aber, ich habe selten Menschen erlebt, die so naturverbunden sind wie die Saalfeldner. Manche erzählten mir, dass sie eine Wanderung hinlegen, wenn sie grübeln oder einfach mal ihre Ruhe haben wollen. Auch heute bringt man seiner Maid noch ein Edelweiß. Das hat etwas. Das ist kein Kitsch, das ist echt. Hier erzählt jeder Berg seine Geschichte, jeder Zacken ist von Bedeutung. Dem gegenüber haben viele größere Städte oft weniger zu erzählen. Klar, der Fortschritt lässt sich nicht zurückhalten, muss auch stattfinden, aber das Gewissen von Saalfelden muss in der möglichst naturbelassenen Einzigartigkeit der Landschaft liegen um auch die nächsten Generationen daran Teil haben zu lassen.
In New York City werden alte Theater und Hotels gerettet, die oft nicht älter als unsere Großeltern sind, um der Stadt eine Seele einzuverleiben, die gegen die Schnelllebigkeit agiert. In Saalfelden muss es diese unvergleichbare Landschaft sein, die tausende Jahre alt ist. Und dazu sollte das Neue begrüßt werden sowie die Ideen der Kreativen gefördert werden. Saalfelden als inneralpine Kultur- und Denkstadt mit dem Anspruch auf Toleranz und MEHR. Na, wie wäre das?

Martin G. Wanko, Graz am 16. Aug. 2009

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Hosen & Deichkind.

Hosen-Fan

Saalfelden macht sich aus vielen Gründen bezahlt. Einer ist, dass man sehr schnell nach Deutschland kommt. Dementsprechend war der Rockevent gestern am Chiemsee nur eine Stunde Fahrtzeit entfernt und also schnell mitzunehmen.
Die zwei Hauptacts waren die alten Punk-Hasen „Die Toten Hosen“ sowie die Hip-Hop-Spaß-Fraktion „Deichkind“. Was vom Papier her nicht zusammengeht ging dort auf. Die Hosen machen u.a. Musik gegen Rechts und Deichkind sind nicht Rechts. Mindestens 15.000 Besucher gönnten sich das Spektakel. Fazit: Die apokalyptischen Deichkind schaffen’s auch auf der Großbühne ihre Performance durchzuhalten und waren in Sachen Performance, Sound und Weiterentwicklung vom Hip-Hop sicher der innovativere Act. Die Hosen haben in den letzen Jahren singen und spielen gelernt. Mastermind Campino merkt man auch seine Schauspiel und Filmerfahrungen an. Ob das jetzt noch Punk ist, steht auf einem anderen Blatt Papier, Spaß hat’s auf alle Fälle gemacht.
Am Rande: Auch am bayrischen Chiemsee haben sie ihre Anti-FC-Bayern-Hymne „Bayern“ gespielt, besonders gerne, sogar. Heuchler sind sie also keine, die Jungs aus Düsseldorf und Fortuna-Fans.

Wa.

Deichkind – „Krawall und Remmidemmi.“

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Das letzte Abendmahl.

Ganz so drastisch war’s nicht, aber der harte Kern der Blog-Talk Besucher blieb doch bis nach Mitternacht und da es gaerade zwölf und einer sind, passt der Titel auch gut zum Blog.

Danke fürs Kommen und Head On!

Wa.

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Der Herr der Weine

Der Wein und der “Schurl bringen Menschen zusammen.

Betritt man das Weinkistl in der Mittergasse, sollte man eines mitbringen: Zeit. Mastermind Georg „Schurl“ Fürstauer nimmt sich für seine Kunden Zeit, so sagt er auch gleich bei der Begrüßung ob er tatsächlich Zeit hat. Weinverkostungen sind bei ihm eine Zeremonie wo Menschen zusammen kommen.
Es scheint, als lege man bei den Pforten vom Weinkistl den Beruf, den Titel und was man sonst noch so an sich haben mag ab. So passiert es, dass an seiner Theke die unterschiedlichsten Menschen zusammenstehen – und auch zusammenkommen. Sie sammeln sich unter der Klammer Weinliebhaber zu sein.
So wird nicht nur verkostet sondern auch geredet und diskutiert, über Saalfelden und Gott und die Welt. Bei Georg sammelt sich’s. Es ist also nicht verwunderlich, dass mir von einigen Saalfeldnern empfohlen wurde „den Schurl“ einen Besuch abzustatten. Die Vorliebe für den Wein und sonstige Lebensgenüsse scheint von seinem Großvater, einem Franzosen, herzukommen. Bekanntlich schlagen ja Talent und Vorlieben gerade eine Generation später immer wieder durch.
Solange die Saalfeldner „ihren Schurl“ haben, müssen sie sich um den Wein keine Sorgen machen, um ein gutes Gespräch ebenso wenig und einen Menschen zu haben, der sich ein bisserl um die Interessen der Bürger und Bürgerinnern kümmert und gelegentlich auch sagt was Sache ist, der hat bekanntlich noch nie geschadet.

Wa.

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Blog-Talk 20:00 Nexus


Könnt auch Afrika sein.

Hi,
ich hätte total gerne, wenn ihr zu unserem Blog-Talk ins Nexus kommt. Heute, 20:00 Uhr.

Wa.

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Auf ein Wort.

BU: Schwarzes Mädl, schwarze Ziege, das passt doch!

Vielleicht noch ein Wort dazu, was man an einem vom Wetter her durchwachsenen Montag machen kann. Man liest den „Spiegel“ 31/2009, nicht gerade frisch, aber der drei Wochen alte „Spiegel“ bleibt monatsaktuell. Das zeugt von Aktualität und Qualität. Zu empfehlen ist die Story über die Republik Italien. Zitat: „Man kann sich in diesem Lande auf nichts verlassen, nicht einmal auf den Untergang.“
Später schreibt man eine kleine Kurzgeschichte namens „September Story“. Danach versucht man vergebens einige Museen aufzusuchen. Montag ist der kollektive Schließtag. Warum wird das nicht gestaffelt?
Schließlich kommen wir Heidis Einladung nach und besuchten in Leogang den entzückenden Bergbauernhof „Sappmaishof“ und bekommen von Anni Danzl einen wunderbaren Apfelstrudel kredenzt. Starlight darf noch die Ziege auf die Alm führen und hätte großen Spaß daran, so ein Tier auch durch den Grazer Stadtpark zu führen.
Schließlich lässt man sich einen guten Mann sein, kehrt bei Angela in der Hubertus-Stube ein, spricht mit ihr über Kroatien und denkt an die Lesung am Dienstag Abend im Nexus.

wa.

Ps.: Eines noch. Gelegentlich stoppe ich nach Hause. So auch hier. Am ehesten nehmen mich Autos mit Nicht-ZE-Kennzeichen mit.

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September Story.

September, wie das schon klingt. Im September ist etwas vorbei, was im März begonnen hat. Kalt wird es, und mit der Kälte erhält der Alltag wieder Einzug. Kindergarten, Schule, Studium, Arbeit.
„Aufstehen!“, ruft die Mama in das Kinderzimmer, doch es tut sich nix, während ihr Mann an der Kredenz lehnend den ersten Espresso hinunterschluckt. Nein, dieser Espresso hat nichts mehr vom „La dolce vita“-Feeling in sich, das die Kellner an der Adria in den Espresso hinein zauberten.
„Jetzt steh endlich auf!“, wird die Mama energischer, weil sich das Kind noch tot stellt und fordert ihren Mann auf, auch einmal etwas zu sagen. Doch was soll er denn sagen, will er denn überhaupt etwas sagen, außer dass das Kind im Grunde Recht hat? Auf das Kind lauert der Latein-Professor, auf ihn sein Chef und auf die Mama ihre Chefin. Was soll er denn sagen, außer dass der Sommer vorbei ist und er seinen Urlaub ganz zufällig so gewählte, dass er dem Chef möglichst selten in die Augen gucken musste.
Der Papa sagt nichts, er klopft nur kurz an die Tür vom Kind, drei Mal, poch, poch, poch und im Kinderzimmer, pardon Jugendzimmer heißt das seit heuer - das Kind wird halt schneller älter, als man selber alt werden will - und im Jugendzimmer regt sich nun etwas. Na bitte, was soll man viel reden, wenn ein bisserl Klopfen auch schon genügt.
Unter die Tusche, schnell, schnell, rein in den Anzug. Das Kind in der Schule abliefern, die Frau bei der Arbeit vorbeibringen, um selber dorthin zu gelangen wohin man eigentlich nicht mehr so richtig will, zur eigenen Arbeit. Das wird schon, denkt er sich, spätestens nach dem dritten Arbeitstag läuft alles wie am Schnürchen, dann ist der Sommer endgültig vorbei und die heiße Mittagssonne kann über die kühlen Morgen nicht mehr hinwegtäuschen. Und trotz allem, er hat keinen Bock mehr darauf, irgendwann will er hier alles liegen und stehen lassen. Aber …
Kurz darauf steht er im Anzug in der Küche, das Kind schlürft missmutig seinen Kaffee, nein, nicht mehr Tee oder Kakao, man ist jugendlich, Kaffee muss es sein, und vom Bad her kommt der Geruch vom Taft, mit dem seine Frau ihre Haare zu bändigen versucht. Er steht wieder an der Kredenz und schaut auf den Tiefkühlschrank. Er bringt seinen Blick nicht mehr los. Der Sommer war nicht so toll, wie er sich das in seiner Sehnsucht denkt. Außer in den zwei Wochen Italien, aufgeteilt zwischen der Adria und der Toskana, war nicht viel los. In Wahrheit nützten sie heuer kaum einmal die Terrasse. Tja, und im Tiefkühlschrank liegt noch immer die ungeöffnete Sechser-Box Twinni, der Doppellutscher mit der orangen und grünen Hälfte.
In einem vorsommerlichen Anfall von Euphorie kaufte er die Eislutscher. Ein Sommer wie früher, mit Steckerleis auf der Terrasse, das wär’s gewesen. Und dazu hätte er die Urlaubfotos auf dem Laptop durchlaufen lassen. So ein Abend kann sich entwickeln. Irgendwann macht man eine Flasche Wein auf, lacht, hat Spaß. Er setzt gerade dazu an den Vorschlag zu unterbreiten, hält aber inne. Was ist, wenn sie seinen Vorschlag kindisch finden, den Abend schon verplant haben, oder wenn es regnet? Na ja, der Sommer ist vorbei, kann man nichts machen. Er zieht seinen Krawattenknopf fester, so fest, dass er den Kragen auf der frisch rasierten Haut spürt.

Wa.

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Fuchskopf!

Noch einmal Fuchskopf, jetzt aber der aus dem Pinzgauer Zaun, nächtens beleuchtet.

wa.

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Fuchskopf

Also, so schaut er aus, der Fuchskopf, zumindest vom Symbolbild her …

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„Karl-Heinz Grasser raus, Bohlen rein?“

Uli, der Fuchskopf-Erfinder.

Das Kulturfestival Übergänge begann ja mit der Wiederbelebung der Saalfeldner Sage vom Müllerfuchs. Auf der Sage basierend hat der Saalfeldner Architekt (mit starkem Grrraz-Bezug) Uli Stöckl den Fuchskopf in den Leoganger Gerstboden gehämmert, aber nicht irgendwie, denn der Fuchskopf wurde mit Hilfe eines Pinzgauer Zauns dargestellt. Der alte Zaunmacher Ewald Sepp nahm diese harte Arbeit auf sich.
Dementsprechend war ich gestern mit Uli in der Gegend um den Fuchskopf zu begaffen. Wie sie ranngingen um den Fuchskopf zu errichten, fühlte er sich wie ein kleines Kind. Klar, alles auf die Leit’n zu bringen und dann vor Ort die Stecken in den Grund zu hämmern, das hat etwas Fundamentales, vor allem wenn so ein dichtes und massives Geflächt dabei rauskommt. Die Pinzgauer scheinen „ihren Fuchs“ zu mögen, weil er eben gut ins Landschaftsbild passt und dennoch irritiert.
Uli Stöckl hat ja seine beruflichen Zelte in Kitzbühel aufgeschlagen, aber wohnen tut er nach wie vor lieber in Saalfelden. „Saalfelden ist einfach entspannter und ursprünglicher“ meint Stöckl, der zwar gerne in Kitzbühel arbeitet und auch die Ski anschnallt. Aber Kitzbühel ist eben zweierlei. Zurzeit soll sich ja Dieter Bohlen nach einem „modernen“ Bauernhaus umschauen. Ich weiß nicht, ich weiß nicht … jetzt ist man doch erst den Ex-Meinl-Banker Karl-Heinz Grasser losgeworden und schon tut man sich den Bohlen an? Vielleicht im Duett mit Hansi H.? Au weh!
Tja, da lebt man doch lieber in Saalfelden, oder?

Ein Gedanke noch zum Fuchskopf. Der dunkelte in den letzten Monaten schon sichtlich nach. Und in einigen Jahren, wenn die Zeit soweit ist, soll der Fuchskopf laut dem Erfinder in Flammen aufgehen. Durchaus reizvoll der Gedanke, seinen Kunst-Darling zu killen. Nichts ist eben unendlich. Sauer aufstoßen wird es den Damen und Herren, die meinen, dass Kunst nix kosten muss. Jetzt hat man dort um „viel“ Geld etwas hingestellt und macht es dann doch zunichte! Gerade das ist aber toll, denke ich mir. Bitte Datum vereinbaren, dann warm abtragen und ein jeder hat etwas zum Nachdenken. Im Zeichen der Kunst sind somit alle Auflagen erfüllt.

Wa.

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